Neubau A 20
Nord-West-Umfahrung Hamburg
Die A 20 verbindet die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Sie ist von Osten kommend derzeit bis östlich Bad Segeberg durchgängig befahrbar. Die weiteren Planungsabschnitte in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen befinden sich in Planfeststellungs- bzw. Planänderungsverfahren. Die A 20 ist im aktuellen Bedarfsplan in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft.
Seit 1997 ist SSP Consult in die Planung einbezogen.
Dabei liegt der Fokus unserer Tätigkeiten auf folgende zwei große Arbeitsfelder:
Ermittlung der verkehrlichen Wirkungen der A 20 in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen
Mitwirkung in der Vorbereitung und der Durchführung der offiziellen Genehmigungsverfahren (Linienbestimmung, Planfeststellung und Planänderung)
Innerhalb dieser Arbeitsfelder haben wir an verschiedenen Projekten bereits erfolgreich mitgewirkt.
An der 1998 veröffentlichten verkehrswirtschaftlichen Untersuchung „Großräumige Umfahrung der Metropolregion Hamburg“ war SSP Consult als Verkehrsgutachter maßgeblich beteiligt.
Planungsraum (links), Varianten der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung 1998 (rechts)
Seit dem ist SSP Consult in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen als verantwortlicher Verkehrsgutachter tätig. Basis der verkehrlichen Wirkungsermittlung ist das von SSP Consult entwickelte und gepflegte „Nordwestdeutsche Verkehrsmodell“. Es deckt den norddeutschen Raum umfassend ab und wird laufend den aktuellen Entwicklungen angepasst. Prognosehorizont ist das Jahr 2030, der auch in der aktuellen Bundesverkehrswegeplanung Anwendung findet.
Die aktuelle Linienführung der A 20 ist nachfolgend dargestellt. Sie endet nicht mehr wie 1998 an der A 1 südwestlich von Hamburg sondern wird in Küstennähe (Anbindung der Häfen) bis zur A 28 bei Westerstede fortgeführt.
Aktuelle Linienführung A 20 [Stand 2016]
Mit Verkehrsmodellrechnungen werden die verkehrlichen Wirkungen einer Linienführung (Variante) bestimmt. Dies sind beispielsweise Verkehrsstärken, Fahrdauern und -weiten. SSP Consult setzt hierfür standardmäßig die Software VISUM der Firma PTV AG ein. Es ist auch der Einsatz anderer Software möglich.
Unterschiedliche Linienführungen ziehen verschiedene verkehrliche Wirkungen nach sich. Sie sind mit bedeutsam für die „richtige“ Abwägung der Vorzugsvariante. Dieser Abwägungsprozess ist bei Klagen gegen die Planfeststellung regelmäßig Gegenstand der Gerichtsverfahren. Bei allen Verfahren, bei denen SSP Consult als Verkehrsgutachter beteiligt war, wurden die Verkehrsmodellrechnungen von allen Gerichten immer vollumfänglich akzeptiert.
Die verkehrlichen Wirkungen sind eine Datengrundlage für weitere Berechnungen, z. B. schalltechnische Untersuchungen oder Luftschadstoffuntersuchungen.
Umgriff Norddeutsches Verkehrsmodell
Bei der Ermittlung der verkehrlichen Wirkungen der A 20 in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen konzentrierten sich unsere Tätigkeiten insbesondere auf dieses Projekt:
Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zur A 20 Küstenautobahn (vormals A 22) wurde für den Prognosehorizont 2020 ein Variantenvergleich durchgeführt, der sowohl westlich als auch östlich der Weser jeweils vier Varianten betrachtete und in der Empfehlung einer verkehrlichen Vorzugsvariante mündete. Im Jahr 2012 wurde die Verkehrsuntersuchung zur A 20 Küstenautobahn in der Prognose auf 2025 fortgeschrieben.
Die aktuelle Fortschreibung berücksichtigt die Verflechtungsprognose 2030 des BMVI sowie die Daten der seit Ende 2017 vorliegenden Straßenverkehrszählung 2015.
Derzeit befinden sich die Abschnitte 1 im Westen und die Abschnitte 6 und 7 im Osten in der Planfeststellung.
Kaum eine Verkehrsinfrastrukturmaßnahme ist heute ohne, oft erheblichen Widerspruch Dritter realisierbar. Planungsmaßnahmen werden immer häufiger durch das Bundesverwaltungsgericht entschieden.
Umso wichtiger ist für den Baulastträger, alle zu durchlaufenden Verfahrensschritte mit äußerster Sorgfalt zu planen. SSP Consult verfügt in diesem Arbeitsfeld über langjährige und umfangreiche Erfahrungen. Bei der Planung der A 20 in Schleswig-Holstein unterstützt SSP Consult die Straßenbauverwaltung seit dem Jahr 2000. In die Planung des Fehmarnbelttunnels ist SSP Consult seit 2011 involviert.
Die Leistungen in diesem Arbeitsfeld sind sehr vielfältig. Sie reichen von steuernden und koordinierenden Aufgaben, über konkrete Teilplanungen und Qualitätskontrollen, Erarbeiten von Erwiderungen zu Stellungnahmen im Zuge offizieller Genehmigungsverfahren bis zur Vorbereitung und Teilnahme an Gerichtsverfahren.
Speziell für die Erwiderungsbearbeitung initiierte SSP Consult die Entwicklung des Systems „dokuMeter“. Im System sind alle Einwendungen vollständig archiviert. Vorhandene Erwiderungen lassen sich einfach mit weiteren Einwendungen verknüpfen. Die gleichzeitige Bearbeitung einer Einwendung durch mehrere Bearbeiter an beliebigen Orten gewährleistet die internet- und browsergestützte Anwendung. SSP Consult verfügt darüber hinaus auch über Erfahrungen mit anderen Systemen.
Innerhalb dieses Arbeitsfeldes haben wir den Vorhabenträger bei verschiedenen Planfeststellungsabschnitten der A 20 begleitet und unterstützt u.a. bei den Vorhaben:
Die A 20 soll als sogenannte Küstenautobahn eine leistungsfähige Verbindung von der deutsch-polnischen Grenze bis westlich von Oldenburg (Westerstede) bilden. Von Osten kommend ist die A 20 derzeit bis östlich Bad Segeberg durchgängig befahrbar. Die weiteren Abschnitte in Schleswig-Holstein befinden sich in Planfeststellungs- bzw. Planänderungsverfahren.
Mitwirkung und Koordination im
Planfeststellungsverfahren, 1. Planänderung
Zur Unterstützung des Vorhabenträgers wird SSP Consult im Planfeststellungsverfahren der o. g. Planfeststellungsabschnitte eingebunden. Für die Bearbeitung der Einwendungen und Stellungnahmen wird das bisher lokale Dokumentensystem auf eine internetbasierte Version aufgerüstet. Die im Rahmen der Neuauslegung erfolgten Einwendungen/ Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Privateinwendern werden im Dokumentsystem archiviert, themenbezogen gegliedert und erwidert.
Die erwiderten Einwendungen bilden eine wesentliche Datengrundlage für die Anhörungen der Anhörungsbehörde und für den Entscheid der Planfeststellungsbehörde.
Entwurf von Varianten und Beurteilung der verkehrlichen Wirkungen
Das Bundesverwaltungsgericht hat den im Oktober 2013 ergangenen Planfeststellungbeschluss für das o. g. Teilstück der A 20 als rechtwidrig und nicht vollziehbar beurteilt. Ein Grund dafür liegt in einer unzureichenden Gesamtabwägung, insbesondere dabei in der nicht ausreichenden Betrachtung weiträumiger Südvarianten.
Der Vorhabenträger beabsichtigt diesen Mangel mit einem Fehlerheilungsverfahren zu beheben. SSP Consult entwickelt in Abstimmung mit dem Auftraggeber und Umweltplanern mehrere Linienführungen. Zwei Linienführungen werden entwurfstechnisch näher ausgearbeitet und darauf aufbauend weitere Linienführungen skizziert. Die Baukosten der erarbeiteten Varianten werden berechnet.
Mit Hilfe des von SSP Consult gepflegten Verkehrsmodells Nordwestdeutschland werden die verkehrlichen Wirkungen der zu betrachteten Varianten ermittelt. Linienführungen und verkehrliche Wirkungen der untersuchten Varianten sind in einem Fachbeitrag Verkehr ausführlich beschrieben und vergleichend gegenübergestellt. Dazu werden Planungsziele definiert.
Im Ergebnis der Abwägung erweist sich die Planfeststellungsvariante unter bautechnischen und verkehrlichen Aspekten als die günstigste Lösung.
Wir sind an Ihrer Seite, erarbeiten mit Ihnen gemeinsam einen Lösungsweg. Wir beraten unterstützen und begleiten Sie. Informieren Sie sich über unser Profil, unser Leistungsspektrum unsere Ideen für die Zukunft. Nehmen Sie sich die Zeit, uns kennenzulernen.